…ach komm, halt‘ die Fresse, könnte man meinen, wenn man sich denn vom gestrigen „glücklichen“ 2:2, beim Auswärtsspiel gegen Hannover oder/und den ganzen Spackos, uns alle natürlich ausgenommen, da draußen, leiten lassen würde, doch weit gefehlt.

Ich hab‘ Urlaub und darf Zeit mit meiner Familie verbringen, da lass‘ ich mir doch nicht von einer ALLERHÖCHSTENS zweitklassig kickenden Gurkentruppe (Anm. der Redaktion „Soooorry Gemüse, ihr könnt da wirklich nichts dafür, ich LIEBE GURKEN!“) die Laune vermießen.

Nicht von unseren Katzen, die mich schon etliche graue Haare gekostet haben u.a., weil sie der Meinung sind, wenn das Kind (schon) mal schläft, dass sie um sechs Uhr fucking 20!!!! auf der Matte stehen müssten, um durch die Wohnung zu miauen oder/und nach Futter zu SCHREIEN. *arghhh…21, 22, 23…*wusa

Auch nicht von der Tatsache, dass man noch nicht einmal, auch nicht nur kurz, auf den Glühmarkt (Anm. der Redaktion, das war/ist ein geistiger Erguss meinerseits, bei dem ich auf geschickte, kreative und aberwitzige Art und Weise die Worte „Glühwein“ und „Weihnachtsmarkt“ miteinander symbiosisiert habe, sagt man das so?!) eine heiße Tasse heben kann, ohne sich im Allgemeinen und später gegebenenfalls (Anm. der Redaktion, ich weiß schon, warum man dieses Wort so häufig abkürzt) auch „mal“ im Speziellen über die Menschheit aufzuregen. Das heißt, ich rege mich ja nicht auf, ich bin ganz ruhig und gelassen. Ich würde mich aufregen, wenn ich nicht auf maximal tiefenentspannteste Weise in meiner Mitte ruhen würde, aber so…

Vielleicht liegt es dieses Jahr auch daran, dass ich meine Karten und Kalender nahezu alle schon längst an den Mann, die Frau und natürlich Divers gebracht habe. Hasch gut gemacht, Kerle. Auch oder gerade weil mich das dieses Jahr noch mehr Zeit und Mühe gekostet hat als sonst. BTW, wem es noch nicht aufgefallen sein sollte, ich habe vergessen die Jahreszahl anzupassen, entschuldigt bitte. Ich hatte „eine Aufgabe“ und dann das, doch ich ruhe weiterhin. Egal, für euch tu‘ ich das gern, sehr gern sogar. Und auch wenn ihr euch fragen solltet warum, so werde ich (vorerst) nicht damit aufhören. *ätsch

Wo war ich, ach ja, meine beispielhafte Ruhe. Diese ist vermutlich auch der Tatsache geschuldet, dass ich den Tschuleteros, bis auf ein paar vereinzelte Trainingseinheiten und der Verankerung in meinem Herzen, komplett abgeschworen habe. Zu tief saß/sitzt die Enttäuschung, dass ich bei den Relegationsspielen letzte Saison INSGESAMT zehn Minuten gespielt habe, diverse Aktionen passiert sind, die ich nicht nachvollziehen kann, will und werde und sich nach meinem Ausscheiden nicht ein Schwein für meine Ausscheiden interessiert hat! Nicht einer hat gefragt,mich versucht zu überreden oder wenigstens mal mit mir zu sprechen und eventuelle Missverständnisse zu klären. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich mir jahrelang für den Verein den Arsch aufgerissen habe, Homepage, Erledigungen wie Bälle, Schlösser, Arztkoffer und Co., Karten, Fotos, Fahrerei zu Spielen, Orga generell, Beiteiligung an Geschenken und als es definitiv die Möglichkeit gegeben hätte mal was zurückzugeben, da kam was, richtig, rein gar nichts. Falls das tatsächlich einer von euch lesen sollte, ich möchte jetzt auch nichts mehr, schiebt euch den Strampler sonst wohin. Ich muss einfach lernen meinen Anspruch runterzuschrauben und mich nicht immer für alle aufzuopfern, es gibt jetzt wichtigere Dinge, Dinge bei denen ich auch etwas zurückbekomme. Ich komm‘ gern, sogar sehr gern, noch ins Training, weil ich durch Teile der Mannschaft auch wirklich gute Freunde gewonnen habe, aber das „Quälen und der Verzicht“, das ich mir größtenteils selbst zuzuschreiben habe, das gebe ich mir nicht mehr. Doch auch darüber rege ich mich nicht auf, ich bin enttäuscht, das schon länger und sehr, aber ich hab‘ damit abgeschlossen und es scheint ja auch so gut zu gehen. Im Gegenteil, es geht mir sogar besser, viel besser.

Zurück zum Thema, entschuldigt diesen kurzen Ausflug in meine emotionale Welt, die besinnliche Weihnachtszeit halt. Ich bin, nach wie vor, kein großer Fan von Weihnachten. Ich mag zwar das Fest, die „Geschichte“ drum herum, bin gläubig und finde es SEHR WICHTIG sich mal die Ruhe und Zeit zu nehmen, um sich ein paar Gedanken zu machen. Aber was ich nicht mag, NOCH NIE mochte, dass ist diese beschwingende Scheinheiligkeit. Wenn Geschenke, nette Worte, Spenden, Gesten und warmherzige Umarmungen aufrichtig und ehrlich gemeint sind, dann gerne, andernfalls, lasst es bitte einfach sein. Ich hab‘ vor ein paar Tagen eine SEHR SCHÖNE Formulierung gehört, eigentlich aufs Schlafen von der Lütten bezogen, aber ich finde diese sehr passend. Und zwar lautet sie „ich betrachte mich von innen“ > das würde uns allen nicht schaden. Genau deswegen, bestehe ich auch immer auf die Formulierung zu den „BESINNLICHEN Tagen“, das ist für MICH mit Abstand das Wichtigste an Weihnachten, Entschleunigung. Hinzu kommt der Begriff der „Nächstenliebe“, ein Wort, das leider viel zu sehr ins Hintertreffen geraten ist. Und das, obwohl es noch nie so wichtig war wie jetzt. Es gibt einfach viiiiiiiiiiiel zu viele Menschen, denen es deutlich schlechter geht als uns und das ist Fakt. Und anstatt, dass wir dieses Ungleichgewicht schultern und versuchen GEMEINSAM auszugleichen, wird die Kluft immer größer. Damit wächst die Missgunst, der Neid und die Habgier, was nicht sein müsste. :(

Natürlich fällt in dieser Zeit auch das eine oder andere blöde/böse Wort, man verkracht sich mit der Familie oder/und Freunden, weil die Zunge, evtl. wegen dem Glühwein, etwas lockerer sitzt, aber das ist gut so. Wenn, und das ist der springende Punkt, man den Anlass nutzt, um sich EHRLICH und AUFRICHTIG miteinander zu unterhalten, mal zuzuhören und in sich zu gehen. Dinge, Missverständnisse und Emotionen, die in einem schlummern, offen zu klären, oder zumindest zu besprechen. Ich persönlich bin der Meinung, dass das auch eine Art Ventil ist, gerade in der (Vor)Weihnachtszeit, sollte M/F/D nicht alles auf die Goldwaage legen. Es hat sich einfach eine Menge angestaut und jetzt muss/will/kann es raus, manchmal trifft es dabei den Falschen, das ist klar und ein ander Mal genau den/die Richtigen, aber wichtig ist, dass man das nicht in sich reinfrisst und miteinander spricht.

Love your haters und atmet tief ein und aus, das hilft schon ungemein, in diesem Sinne. Ein frohes Fest, ein paar besinnliche Tage mit den Lieben und falls wir uns nicht sehen/hören/lesen, einen guten Rutsch!

PS: Eine Sache ist mir noch SEHR WICHTIG, weil LEIDER nicht alle so ein geiles Jahr hatten wie ich/wir. Dieses Jahr ist sehr viel passiert, auch wirklich sehr traurige und unschöne Dinge. Ich bin selbst schon oft an den Punkt gekommen, dass ich mir sicher war, es würde nicht weitergehen. Sämtliche lieben und gut gemeinten Worte, die eigentlich Trost spenden sollten, habe ich nicht verstanden, oder/und nicht gehört und wenn doch, dann haben sie mich nicht erreicht. Doch hätte ich dem Ganzen tatsächlich einst ein Ende gesetzt, dann hätte ich das hier, mein größtes Glück und die tollsten Momente meines Lebens, NIE ERLEBT. Kurzum, es geht immer weiter, das ist noch nicht das Ende, ich liebe euch sehr, nicht nur zu Weihnachten oder aus Mitleid, und ich bin in Gedanken bei euch. Wenn ihr reden wollt oder/und euch einfach mal auskotzen wollt, dann meldet euch, ich bin da, immer, eure ma.de.

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