riesenradDa bleibt mir ja quasi gar keine andere Wahl, als meinen Frust an den Tasten auszulassen :uih: Dabei hatte die Woche doch so gut angefangen, ein Heimsieg von St. Pauli gegen den klaren Favoriten Düsseldoof und das auch noch mit souveränen 4:0, Fußballherz was willst du mehr?! :haha:

 

Und mich genau an dieser sportlichen Leistung orientierend, dachte ich mir, ich haue heute auch einen raus, schwing’ mich auf meinen Drahtesel und fahre bis ich nicht mehr kann. Doch ihr wisst ja wie da ist, man steht morgens auf, will am liebsten zum Sonnenaufgang starten und stellt erst einmal, beim routinierten Blick aus dem Fenster, fest, dass einem eins seiner absolut liebsten Fortbewegungsmittel abhanden gekommen ist. Um meinen Dad, die Polizei, mit der ich heute schon sehr viel Kontakt hatte, und Versicherung gleichermaßen zu beruhigen, ja es war angeschlossen. Allerdings nicht, wie sonst üblich, noch an die Schwalbe gekettet, sondern nur an den Baum lehnend. Auf Grund meiner kleiner Ostmoped-Reparatureinlage am vergangenen Wochenende, musste ich nämlich Eselchen von der Schwalbe trennen. Das hätte sonst erstens eine sehr komische Kreuzung ergeben, bei der mich vermutlich auch der olle Mendel mit verwundertem Blick angeschaut hätte, und erleichterte es mir zudem erheblich den Vogel startklar zu machen. :nerd: Doch nachdem ich mich am Samstag dazu entsann erst das Werkzeug nach oben und dann mich in die Waagrechte zu befördern, haben meine Synapsen, noch völlig unter Endorphineinfluss stehend wegen dieser Reparatur, nicht geschafft die glibrige Masse derartig in Wallung zu bringen, um nochmal runter zu gehen und das Rad in Sicherheit zu bringen oder zumindest die ostdeutsch-japanischen Zwillinge erneut miteinander zu verbinden :oh: Auch am Tag darauf kam ich leider nicht auf die Idee, sondern habe es als weiteren To-Do-Punkt auf meiner gar nicht enden wollenden Papyrusrolle angesehen. Das hab’ ich nun davon, denn heute morgen war’s dann einfach wech. Ebenso schnell wie es einst in meine Berliner Krippe sprang, hat es sich dann innerhalb der letzten zwei Tage verabschiedet, nicht einmal einen Abschiedsbrief hat es mir hinterlassen, einfach ‘nen Polnischen gemacht *tztztz
Nuja, wie ihr alle wisst, ganz besonders die die mich kennen :love: , kriegen mich solche unvorhergesehenen Schicksalsschläge nicht unter. Und ich bin ja so froh, dass auf meine konstante Inkonsequenz Verlass ist, denn sonst hätte ich mir wohlmöglich schon letzte Woche den lang ersehnten Ruck gegeben und die Bremsen reparieren lassen oder wohlmöglich aus Faulheit die Lichter dran gelassen, doch da haben diese hinterhältigen Diebe, die mir wohl einfach mal wieder eine längst überfällige Lektion erteilen wollten, die Rechnung ohne mich gemacht, denn ich bin ja nicht doof oder gar naiv. Doch die Tatsache, dass ich meine zu verkraftenden Fahrraddiebstähle, die zu mindestens 90% aus eigener Dummheit bzw. Un8samkeit entstanden sind, mittlerweile nicht mehr an zwei Händen abzählen kann, war wohl nicht schlimm genug. Da kommt man erschöpft vom Friseur, ich war natürlich nicht vom Haareschneiden des stark ergrauten Haupthaares ko, sondern von der kleinen Spritztour mit dem Ersatzesel, der auf den wunderschönen Namen Koga Miyata hört, nach Plochingen. Und ich denk’ an nichts Böses, da erwartet mich doch tatsächlich erneut einer dieser widerwertigen und auch farblich überhaupt nicht zur Schwalbe passenden grellorangenen Klebezettel prangernd auf der Simson-Sitzbank :evil: Nach ein paar Telefonaten, stellte sich jetzt raus, dass das Dingen gar nicht vom Ordnungsamt, sondern vielmehr vom Polizeirevier 3 in Stuttgart, das sich in der selben Straße wie meine Wohnung befindet, stammt. Jetzt ratet mal, wo ich heute morgen meine Diebstahl-Anzeige zu Protokoll gegeben habe, da hätte ich ja gleich dort bleiben können. Was soll ich dazu sagen, auch davon werde ich mich nicht entmutigen lassen, aber es führt unweigerlich zu einer neuen Erkenntnis. Nicht nur Montage, sondern auch Dienstägeriche können richtige Arschlöcher sein, in diesem Sinne, auf eine bessere restliche Woche.

 

Nachtrag der Redaktion: Nach einem erneuten Telefonat mit dem Polizeirevier stellte sich nun heraus, dass es sich bei dem Zettel um einen Irrtum handelt und sich die Sache erledigt hatte. Die dafür zuständige Kollegin hatte wohl nicht erkannt, dass das in der Tat abgelaufene schwarze Versicherungskennzeichen schon geraume Zeit durch ein aktuell gültige hellblaues getauscht wurde. Nuja, meinen Kommentar dazu spare ich mir jetzt…

 

:love: eure holzma.de

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