brilleich brauche jetzt diese Auszeit und deshalb nehme ich sie mir, entrinne für ein paar Tastaturanschläge allem.

 

Ich lehne mich zurück, schließe meine Augen und lege dich ab, diese Last. Lasse mein Haupt auf das überstrapazierte Polster meines Stuhles sinken. Mein Brustkorb hebt und senkt sich im Takt. Ich lausche der Musik, heute ist es kein belangloses Berieseln, vielmehr sauge ich die Worte über mein Ohr, durch mein Hirn direkt in mein Herz auf, mein ganzer Körper wird zu einem sensiblen Schwamm. Ich bin entspannt, tiefenentspannt, fast zu entspannt. In Anbetracht dessen, was mich alles gerade so beschäftigt, müsste ich aufgewühlt sein, doch das Gegenteil ist der Fall. Schon oft war das Gegenteil, von dem wie ich mich eigentlich fühlen sollte, der Fall. Doch ich bin ausgeglichen, ruhe in mir und das ist gut, meine Muskeln sorgen auch weiterhin dafür, dass sich meine Lungen mit Luft füllen und mein Herz weiterschlägt, halten mich am Leben. Das war nicht immer so selbstverständlich, wie es momentan wieder wirkt. Ich denke oftmals wirre Gedanken, taste wild nach dem Notaus-Schalter in der Achterbahn der Gefühle, ohne ihn zu finden. Doch irgendwann stoppt dieses Auf und Ab, lässt mich anhalten. In solchen Momenten wie diesen, steige ich aus, lebe meine Träume, bin dankbar und genieße den Moment, frage nicht nach dem Warum, sondern kauf’ mir eine grüne Zuckerwatte und steige ein in das Trost spendende und Zukunfts weisende Riesenrad. Mache mich ganz klein, kuschel mich in den Ledersitz, lehne mich zurück und genieße meinen wellenartigen Höhenflug. Ich weiß nach wie vor nicht wo es hingeht, aber ich weiß (wieder) das es geht, mal krabelnd und taumelig wie auf Socken in der nicht mehr ganz so prall gefüllten Hüpfburg und mal schwebend hoch hinaus wie auf der Himmelsschaukel, die kurz davor ist sich zu überschlagen. Es steht noch viel bevor und es will angegangen werden, wartet darauf das ich es angehe und da bin ich. Ich bin ruhig, glaube an das Gute und schöpfe Kraft. Die Worte, die mir durch den Kopf schießen werden weniger, ich entspanne weiter und mein Brustkorb hebt und senkt sich im fortwährenden Takt des Lebens, in diesem Sinne.

 

:love: eure holzma.de

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