Wow, heute habe ich so viel gesehen und erlebt, das muss ich einfach niederschreiben. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll?! :oh:

Ich halte es so wie immer, beginne vorne, mache mit dem mittleren Teil weiter und ende dann hinten, in dem Sinne.

Heute Morgen hätte ich beinahe das bzw. mein bestes Bild des Jahres 2018 geschossen. Basel, acht Uhr morgens, es ist ARSCHKALT, die Frisur sitzt, glaube ich zumindest, versteckt sich aber unter meiner wärmenden Mütze, da treffe ich sie. Eine junge verzogene Göre (bei dem Wort, muss ich immer an den Song von Mark Foster denken „und die Göre singt für dich…“), oben warm eingepackt, inkl. Annorak und flauschig dreinschauendem Fellkragen, der an der Kaputze baumelt, aber unten die sommerlichen Sneakersöckchen, umhüllt von weißen Stoff-Chucks, natürlich, das versteht sich von selbst, ANKLEFREE! *Argghhhh – Sind die Löcher in den Hosen nicht schon schlimm und kalt genug…

Nuja, gerade als ich mein politisch völlig unkorrektes Smartphone aus der Tasche holte, um diese “Erscheinung” zu knipsen, war das scheue Wesen jedoch leider schon entfleucht! *schnüff :puh:

Es folgte ein ereigniscreicher Arbeitstag. Schließlich ging es dann erst anderthalb Stunden später, als ursprünglich geplant, wieder gen Heimat. Um schneller daheim anzukommen mit dementsprechend UNNÖTIGEM Bleifuß. :uih: Worauf mich, glücklicher Weise erst auf deutscher Seite, ein sehr zuvorkommender Oberwachtelmeister dezent aber bestimmt hinwies, nachdem er und seine Kollegin mich aus dem gerade aufkommenden Verkehrfluss rauszogen „BITTE FOLGEN“. 23 km/h zu schnell und das schon abzüglich Toleranz, das wird spannend. Ich könnte jetzt sauer oder genervt sein, aber in Wirklichkeit hat diese erzieherische Maßnahme tatsächlich gefruchtet und das sage ich jetzt nicht, weil mein Bewehrungshelfer mir im Nacken sitzt und ich einen guten Eindruck machen will. Vielmehr habe ich tatsächlich eingesehen, dass es überhaupt nichts bringt, wenn ich nahezu immer versuche schnellstmöglich von A nach B zu gelangen, dort zwar früher, aber eindeutig angespannter, ankomme. Ich fahre zwar gerne schnell, aber erstens komme ich nur minimal früher am Ziel an, zweitens ist es einfach zu riskant und es gibt absolut liebe Mitmenschen, die sich dabei um mich sorgen, und hinzu kommt, dass ich eh schon ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Umwelt habe, dass ich so viele Kilometer jährlich runterreiße, da könnte ich zumindest versuchen meinen definitiv negativen ökologischen Fußabdruck, so harmlos wie möglich zu halten, womit wir wieder bei den Füßen im Schnee wären.

Brav die restliche Strecke mit max 120km/h fahrend und trotz Stau  und Tankens verwundert nur fünf Minuten später am Hbf anzukommen, musste ich noch eben zum Geldautomat. Dort eintreffend, wurde ich Zeuge einer irritierenden aber auch sehr rührenden Szene. Ein offensichtlich blinder älterer Herr, gekennzeichnet durch ausgefahrenen Blindenstock, bat einen, ihm völlig unbekannten, aber scheinbar ausreichend vertrauenswürdigen, Passanten, ihn beim Geld abheben zu unterstützen. Dafür musste er ihm natürlich dessen PIN und den gewünschten Betrag verraten. Alles schien planmäßig zu verlaufen und am Schluss, wurde der Mann sogar noch zur uBahn geleitet. Das Gesehene noch sortierend, fragte ich mich dabei, wie machen blinde Menschen eigentlich die Kackehaufen von deren vierbeinigen Weggefährten weg, hmmmm…

Kommen wir zum letzten Kapitel dieses Tages. Als ich bei der Kälte mit meinen Gedanken heute schon des öfteren bei den (er)frierenden Obdachlosen gewesen bin, die wir letztes Wochenende leider viel zu zahlreich in London antreffen durften, dachte ich darüber nach, ob der “arme Tropf”, den ich immer wieder am Feuersee erblicke, heute wohl auch dort liegt und ob es ihm gut geht. Und siehe da, das tat er, seinen Kopf diesmal nicht komplett in seinen Schlafsack vergraben und den Reißverschluss bis ganz oben zugezogen, sondern vielmehr fröhlich und friedlich drin liegend und mit verschlossenen Augen grinzend an die Decke starrend, sein kleines batteriebetriebenes Radio neben sich stehend und scheinbar nicht unglücklich den Tönen seines ganz persönlichen elektronischen Begleiters lauschend. Irgendwie absurd, aber dieses Bild in Zusammenhang mit der Textzeile “…take my breath away…”, die zeitgleich aus dem Transistor ertönte, hatte trotz aller Tristesse etwas Beruhigendes, Heimatverbundenes und Friedselliges.

So, das war ein kurzes Update meinerseits und was möchte ich damit sagen, verschließt nicht eure Augen und versucht auch immer Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen, denkt positiv.

:love: eure holzma.de

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