Ihr wundert euch vielleicht ob der Schreibweise, aber ich hab’ mir das letztens von meiner Mutter erklären lassen und so is genau richtig.

Überall ist ja gerade zu lesen, dass die Leute wegen diesem Virus bzw. dieser Pandämie, Epidämie oder was auch immer durchdrehen (könnt ihr gern die Damen und Herren vom RKI mal fragen), das kann ich von mir absolut nicht behaupten. Eigentlich ist alles so verrückt wie immer.

Als ich mich gestern einmal mehr in die Küche begeben habe, führte ich ein sehr angeregtes Gespräch mit unserem hochnäsigen Kater. Wobei, eigentlich war, entgegen sämtlicher Erwartungen, diesmal mehr ein Monolog. Ich habe zu ihm klar und deutlich gesagt “Lemmy, du hattest deinen Spaß in den letzten Tagen, sag’ mir jetzt BITTE (die Betonung ist wichtig, sonst versteht er mich manchmal nicht) wo du diesen vermaledeiten kleinen Salzstreuer versteckt hast.” – Als kurze Erläuterung, wir besaßen einen kleinen handlichen Salzstreuer, den ich jetzt schon seit mehreren Tagen wie bescheuert suche und den wir sonst zum Salzen von Gurken, Bio-Eiern von freilaufenden Hühnern, die ganz freiwillig und NUR gegen faire Bezahlung ihr Hab und Gut (hat sich Geflügel eigentlich schon mal Gedanken zu kostbarem Klopapier gemacht) den Menschen überlassen haben, und  so verwenden. Schließlich möchte man nicht immer mit dem schickeren, beleuchteten, batteriebetriebenen (natürlich Öko-Batterien) und wesentlich größeren Salz- und Pfeffermühlen um die Ecke kommen.

Jedenfalls nutzt dieser freche fellige fierbeinige, ach ne schreibt man ja mit “v”, Taugenichts wirklich jede Gelegenheit, um sich besagtes Saltzstreuerle (schwäbische Form der Verniedlichung, gerade in diesen Zeiten sehr wichtig immer wieder Emotionen in die Texte einfließen zu lassen) unter die Pfoten zu krallen, damit rumzuspielen und es am liebsten vom Balkon aufs Katzenklo oder/und unter die Couch mitzunehmen. Und da ich das genau weiß, versuchen wir dessen Trieb in der Regel gar nicht erst in Versuchung zu führen und verstecken das Dingen vor ihm, vielmehr bringen wir nahezu ALLES was nicht niet- und nagelfest ist in Sicherheit.

Jedoch nicht in diesem Fall. Nur ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, was durchaus mal passieren kann bei drei Kindern, und siehe da, das Dingen ist verschwunden. Doch damit nicht genug. Entgegen sämtlicher Erwartungshaltungen meinerseits, sitzt dieser “Mistfink” (kleine Hommage an Helge Schneider) die Sache einfach aus, tut einfach so, als wäre nichts gewesen, lebt sein Leben unbekümmert weiter. Obwohl er ganz genau weiß, dass er die Antwort kennt und ich selbige auch wirklich gerne hören würde, straft er mich mit Schweigen, wo gibt es denn so etwas?! *tztztz

Ich gehe folglich davon aus, dass mich diese Kreuzung aus Feldhase, Känguruh und Bengalischer Wildkatze, bestückt mit dem Hirn eines zurückgebliebenen Axel Schulz, der Dreistigkeit von Götz George und dem Aufnahmevermögen von Dorie mich vermutlich akkustisch nicht richtig verstanden hat und wiederhole daher meine Frage “Hey Kollege, wo hast du den Salzstreuer hingebracht?” – das Ganze untermale ich noch mit einer visuellen Geste, da mir natürlich völlig bewusst ist, dass dem bulgarischen Stubentiger vermutlich auch der schwäbische Akzent etwas zu Schaffen macht. Doch auch trotz dieses Zeichens der Nächstenliebe, die gilt bei mir auch für Tiere, abermal keine Antwort. Und ich stehe genau so doof da wie zuvor.

Spätestens in dem Moment habe ich mich dann wirklich gefragt, ob dieses Corona nicht doch auch Auswirkungen auf die Tierwelt hat. Aber sonst ist eigentlich alles normal und so wie immer. ;)

Passt schön (weiter) auf euch auf und bleibt bunt, laut und gesund, in dem Sinne.

eure ma.de

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