Zeit für frische Farbe…

schwabstrAuch wenn sich jetzt der eine oder andere wünscht, dass ich mir wieder die Haare gefärbt habe, das will ich mit dieser Überschrift nicht andeuten, das liegt in einem anderen Zuständigkeitsbereich meines Freundeskreis. Es geht mir vielmehr darum zu betonen, dass auch in diesen herbstlichen Tagen und den einen oder anderen evtl. depressiv stimmenden Kessel-Suppe immer wieder Sonnenstrahlen durchbrechen, die uns nicht nur fröhlich stimmen könnten, sondern das auch kompromisslos tun. So grau, wie es oftmals scheint, schließlich hat Pauli schon wieder verloren und die Tschuleteros konnte auch nicht deren Können unter Beweis stellen, ist es nämlich gar nicht. Die Gefahr ist zwar groß, dass sich das Gemüt den gedeckten Herbsttönen des eigenen Outfits anpasst, zumal die Alternative für viele Augenkrebs erregende Neontöne zu sein scheinen, aber man/Frau muss sich das nicht antun. :uih: Letzte Woche erst, da dachte ich Michael Ende ist in die beschauliche Schwabenmetropole gekehrt, um erneut graue Herren zu casten, aber ich hatte mich getäuscht, es waren nur die „uniformierten“ Sachbearbeiter der Stuttgarter Versicherung, die in deren Mittagspause auf dem Weg zur Kantine gewesen sind, so kann man sich täuschen. Und ich hatte mich noch gewundert, dass die ja gar keine Zigarren rauchen, wasn da los? Aber jetzt ist es klar! :haha:

 

 

Doch wie dieser zeitraubenden Momotonie entkommen, ganz einfach Stichwort Herbstspazieri, das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden! So fanden wir uns bereits am frühen Samstag Vormittag auf Schusters Rappen, die Kamera im Gepäck und den Glühwein in Kombination mit dem leckeren Knoblauchbrot vor Augen, was für eine Motivation. ;) Da lauf‘ ich auch gern mal ein paar Kilometer bis zum Ziel, um in Esslingen angekommen guten Gewissens den vorweihnachtlichen Frohlockungen zu fröhnen. So macht der Herbst dann auch mir (wieder) Spaß, alles so schön muggelich, so muss das. Im Hirn ist in den letzten Wochen ja schon ordentlich am Sättigungsregler rumgespielt worden und dann „nur noch“ die imaginären Effekte und das bevorstehende Update im Schlepptau, die das Bild trotz allem noch geil erscheinen lassen. Doch dank des Bruders von Väterchen Frost, kam dann ENDLICH wieder ordentlich Farbe in die ganze Angelegenheit, ich beton‘ es jedes Jahr aufs Neue und dem ein oder anderen hängt es deshalb bestimmt schon zum Hals raus, aber der Herbst fasziniert mich auf Grund seiner Farbenpracht immer wieder aufs Neue. Chapeau werte Mutter Natur, du hast es schlichtweg drauf. Und auch wenn ich mich selbst durchaus für ein kreatives Kerlchen halte, das immer mal wieder gern mit Farben experimentiert und sich auch als „photoshopmächtig“ bezeichnen würde, darauf würde ich im Leben nicht kommen. Ich bezweifel sehr schwer, dass es einen RAL-Fächer gibt, der dieses Spektrum in seiner Hülle und Fülle abdecken könnte. Auch wenn sich das jetzt etwas nach Eso-Schiene anhört, möchte ich dir daher einfach nochmal ganz klar und deutlich DANKE sagen, dank dir und dem damit verbundenen wunderschönen und farbenfrohen Wochenende sind die Akkus jetzt wieder aufgeladen und ein weiteres Geschöpf von dir, nämlich die kleine naturverliebte ma.de, einsatzbereit, in diesem Sinne.

 

 

:love: eure holzma.de

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Als das Maunzen verstummte…

pueppiMan möge es mir nachsehen. Ein so intimer Moment, eigentlich noch viel zu früh und alles andere als geeignet, um in den sozialen Netzen platt getreten zu werden, aber ich muss einfach darüber schreiben, sonst platzt mir der Kopf. :afraid: Da es mir gerade schon das Herz zerreißt, möchte ich das nicht riskieren.

 

 

Gestern mussten wir leider und mehr oder weniger aus dem Nichts einen sehr schweren Weg gehen und eine unserer beiden Katzen einschläfern lassen. Püppi war, nach der Erkenntnis des großen Blutbildes, wohl schwer und unheilbar krank und nachdem sie in den letzten paar Tagen schwer abgebaut hat und sich gestern nicht einmal mehr selbst auf den Beinen halten konnte, wollten wir ihr weiteres Leid ersparen. Daher haben wir uns für diesen unwiderruflichen, aber hoffentlich zumindest für sie erlösenden Schritt entschieden. Seitdem ist alles anders. Natürlich dreht sich die Erde weiter, aber uns wurde tatsächlich ein Stück Familie entrissen. Wir sind beide nur noch am Weinen, versuchen uns gegenseitig zu trösten und irgendwie auf andere Gedanken zu kommen, uns wieder Mut zu machen, aber es gelingt uns nur sehr dürftig. Bei jedem kleinen Geräusch zucken wir zusammen und hoffen/denken, dass der kleine Wirbelwind, trotz aller menschlicher Logik, doch noch um die Ecke gebogen kommt, anfängt zu maunzen und sich friedlich irgendwo hinlegt.

 

 

Die Leute die mich kenn wissen das ich nicht nur sehr tierlieb, sondern auch absolut sensibel und empathisch bin und vielleicht könnt ihr euch dann vorstellen was diese Situation in mir auslöst. Eine hilflose kleine Katze, gerade einmal fünf Jahre alt und eigentlich noch so viel vor sich, wird einfach so aus ihrem und unserem Leben gerissen, das tut weh, sehr weh. Ich kenn‘ sie zwar noch nicht so lange, aber habe sie in diesem Zeitraum mehr als liebgewonnen, auch für mich ist sie ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden und sie fehlt schon jetzt. Ein zierliche bildhübsche und verspielte Katze, die es geliebt hat in der prallen Sonnen zu liegen, sich den Arsch versohlen zu lassen und zudem Müll zu aportieren. Sicherlich nicht ganz normal und sehr bezeichnend für ihr Wesen, aber uns vielleicht gerade deshalb SO SEHR ans Herz gewachsen.

 

 

Mal abgesehen davon, dass du ohnehin überall in dieser Wohnung steckst und wir vermutlich noch ewig weiße Haare von dir finden werden, stelle ich gerade fest wie sehr Segen und Fluch zu gleich mein fotografisches Gedächtnis ist. Auch wenn Frauchen, die gerade am Boden zerstört ist, sicherlich einen noch viel engeren Bezug zu dir hatte, so haben sich schon jetzt so viele Erinnerungen in meinen Kopf eingebrannt. Zu nahezu jedem Platz fällt mir eine bestimmte Situation ein, was wohl an der direkten Verbindung zwischen Herz und Hirn liegen muss, und eins ist sicher, ich kann, will und werde dich nie vergessen. Die Erinnerungen werden sicherlich verblassen und irgendwann wird ganz bestimmt auch der Schmerz nachlassen, aber das wird sehr lange dauern, dafür warst du mir zu vertraut. Auf der Couch oder im Bett zu liegen, ohne deine Nähe, deine Wärme und deine zarten Samtüfoten zu spüren, das fühlt sich sehr traurig und einsam an.

 

 

Pass gut auf dich auf, kleine Katze. Geh‘ mit deinen dir noch verbleibenden acht Leben deutlich sorgsamer um, vergiss uns nicht und lass‘ es dir gut gehen, deine dich immer liebenden Eltern. :( 

 

 

 

:love: eure holzma.de

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Dumm ist wer Dummes tut..

hoffnungDer 09.11.2016, ein Tag an dem mir das Lachen im Hals stecken geblieben ist. Ich hab’ lang mit mir gerungen, ob ich mir das wirklich antun sollte, diese Wahl und der Hype, der damit einherging, eigentlich konnte/kann ich diesen „Horrorclown“ nicht mehr sehen. Aber letztendlich hab’ ich mich dann doch, trotz allem Wider, dafür entschieden, denn die Tatsache, abends ins Bett zu gehen, meinem wohlverdienten Schlaf zu frönen, am nächsten Morgen wieder aufzuwachen und dann festzustellen, dass dieser „Wahnsinnige“ tatsächlich Präsident geworden ist, dem wollte ich mich nicht tatenlos ausliefern. Noch mehr, ich habe fest an die Menschheit, in Form aller wahlbeteiligten US-Bürger geglaubt und gleichzeitig gehofft, dass sie sich erstens dann doch für das kleinere Übel entscheiden und mir damit zweitens eine ruhiger, wenn auch deutlich kürzere Nacht bescheren würden, Letzteres hätte ich liebendgern in Kauf genommen, doch es sollte mal wieder anders kommen.

 

 

Mehrfach hatte ich mich in den letzten Tagen und Wochen, nicht nur in sozialen Netzwerken, darüber ausgelassen wie sehr ich mir einen anderen Wahlausgang wünschen würde, wie wenig ich von „Dump the Trump“ formerly known as THE PUSSYGRABBER halte, mehrfach! Im Nachhinein vielleicht sogar zu oft. Am Tag nach der Wahl ließ ich meinem Unmut freien Lauf, schließlich soll(te) jeder wissen, wie sehr ich mich gegen dieses Ergebnis sträube. Manche ermahnten mich, so nach dem Motto, „jetzt ist doch mal wieder gut“ – das sehe ich nach wie vor absolut anders! Ganz im Gegenteil, jetzt geht erst richtig los, denn diese verschlimmbessernde Tatsache darf man/Frau nicht einfach so hinnehmen, jetzt erst recht nicht. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass Mrs president nur einen Hauch besser gewesen wäre, weigere ich mich intensiv dagegen stillschweigend hinzunehmen, dass ein bekennender Rassist, Sexist und sogar Faschist eines der mächtigsten Länder der Welt regiert und damit die, von ihm so lange und sehnlichst herbeigesehnte Macht hat, um mit anderen Ländern zu spielen, als seien es Marionetten, vielleicht sogar ohne das es ihm bewusst ist, sie zu instrumentalisieren oder gar zu zerstören, einfach nur aus Machtgier, Unvermögen oder/und weil er es kann. Ich bin nach wie vor entschieden dagegen einen erneuten kalten Krieg anzuzetteln, was mit Hillary genauso hätte passieren können, und auch die Bereicherung auf Kosten anderer, sozial Schwächerer, Einwanderer etc. ist schwer verwerflich, aber was mir wirklich mehr Angst macht und mich in eine Art lethargische Ohnmacht verfallen lässt ist die Tatsache, dass ein machtgieriges, reiches und vor allem UNBERECHENBARES ARSCHLOCH sich anschickt, sich in die Reihe der immer grenzdebileren und skrupelloseren Diktatoren dieser Welt einzureihen, HIlfeeeeeee! Mal ganz im Ernst, geht es uns denn nicht schon schlecht genug, wo sind die ganzen zwischenmenschlichen Werte hin, was ist hier los, wann bin ich, in meinen jungen Jahren eingeschlafen, warum wach’ ich nicht wieder auf und wo soll das alles noch hinführen? Fragen, auf die es vermutlich nicht so schnell eine Antwort geben wird. Und ob ich will oder nicht, ich werde Teil dieser Generation sein, die mit derartig „demokratischen“ Ergebnissen zu leben hat, vielleicht sogar selbst dafür verantwortlich ist. Ergo sollte ich versuchen das Beste daraus zu machen. Naiver Weise dachte ich es wäre völlig ausreichend, wenn ich mich selbst über die Wahl schlau machen und für mich entscheiden würde wie ich denn ggf. wählen würde. Der Rest der Menschheit, insbesondere die oftmals und fälschlicher Weise für dumm verkauften Amerikaner, seien dann sicherlich intelligent genug, um sich meiner „Logik“ anzuschließen und damit zum gleichen einleuchtenden Schluss zu kommen, doch auch hier sollte ich mich täuschen, leider.

 

 

Am Anfang habe ich, wie viele andere auch, das alles für einen schlechten Witz gehalten, ein chauvinistischer Mensch hat seine Chance gewittert, zum einen, um wieder ins Gespräch zu kommen und zum anderen, um tatsächlich NOCH MEHR MACHT zu erhaschen. Doch je länger das alles ging, als ein Kandidat nach dem anderen sich verabschiedete und am Schluss nur noch Pest und Cholera übrig blieben, umso mehr wurde mir der Ernst der Lage bewusst. Im Gegensatz zu vielen anderen, habe ich das Ganze dann nicht mehr belächelt, habe es nicht auf die leichte Schulter genommen und mir auch nicht schön geredet, dass sämtliche Wahlprognosen für Frau Clinton sprechen würden. Was soll(t)en wir bloß tun, wenn er tatsächlich gewinnen sollte? Dass das durchaus im Bereich des Machbaren liegen könnte, der Groschen ist dann doch relativ zeitig gefallen, aber wieviel und welche Personengruppen dieses Tussitoast gebräuntes und mit gebleichten Zähnen über den ganzen roten Kürbiskopf strahlende Frettchen ansprechen, mit seinem widersprüchlichen Gewäsch für sich gewinnen und letztendlich mit einer Stimme für ihn überzeugen können würde, das wurde mir erst bewusst als ich die großartige Reportage/Dokumentation von Neo Royal mit Jan Böhmenmann miterleben durfte. Bikers for Trump, wtf?§/§T/(&!? Echt jetzt, als nächstes kommen dann wohl auch Frauen, die sich für ihn stark machen und ihm eine Art Freifahrtschein zu erteilen, dass er ja „nur“ ein Mann sei und damit natürlich die Erlaubnis „whenever he wants nach ner Pussy zu greifen“! Und genau so ist es angekommen, unglaublich aber wahr, die Frauen, oder zumindest eine große Anzahl davon, haben sich ausgerechnet für diesen bagatellisierenden Sexisten stark gemacht. Alles andere vergessen, seine „Lippenbekenntnisse“ (übrigens nicht annähernd mit Clintons skandalösen Monika damals zu vergleichen), die er zunehmend und immer widersprüchlicher von sich gab, seine rassistischen oder/und sexistischen Twitter-Posts etc., alles überhaupt gar kein Problem, so lange er nur ehrlich dazu steht und dämlich in die Kamera grinst, because it doesn’t matter, he’s the one who will make america great again. *kotz – Da wurde mir jedenfalls klar, die spinnen die Amis, natürlich nicht alle, vielleicht sogar deutlich weniger, als die die richtig was in der Birne haben, sich objektiv weiterbilden und mit denen ich vermutlich sogar auf einer Wellenlänge bin, aber dann vielleicht eben doch genügend, um diesem egomanischen Redneck/-face so viel Macht zu verleihen, dass er live und in Farbe (natürlich mit viel zu hoch eingestelltem Sättigungsfaktor und ganz schlecht gephotoshopptem Äußeren) in das blütenreine und momentan glücklicher Weise noch schwarz-weiße Haus einziehen würde, das war, ist und bleibt sehr besorgniserregend. Natürlich ist das weiße Haus nicht blütenrein, höchstens mit einer ordentlichen Tonwertkorrektur, ganz im Gegenteil, aber die Vorstellung, dass dieser mutmaßliche Wolf im Schafspelz mal aus Versehen statt dem Lautstärkeregler an der Stereoanlage sämtliche, bislang noch streng geheimen, Atomwaffen zündet oder aber auf die wahnwitzige oder vielmehr wahnsinnige Idee kommt in Amerika wieder die Sklaverei und damit Gladiatorenkämpfe einzuführen, einfach nur weil er Bock darauf hat und z.B. Mexikanerleben in seinem vom Rassismus zu Erdnussgröße geschrumpften Hirn deutlich weniger wert sind, die geistert seitdem in mir umher und lässt mir keine Ruhe. Ich bin sogar nicht nur ängstlich, sondern ertappe mich immer wieder dabei, wie ich in eine Art Schockstarre verfalle, sowohl geistig als auch physisch, für kurze Augenblicke Löcher in die Luft schaue, Augenblicke in denen bei mir alles aussetzt und ich nicht weiß, wie ich unter der Berücksichtigung der Tatsache, dass dieser lebendig gewordene Pudding eines der höchsten Ämter in einem der mächtigsten Länder der Welt inne hat, eine Art Satire auf die ganze Menschheit, der Inbegriff der amerikanischen Vorurteile.

 

 

Doch es hilft ja nichts, wir werden jetzt nichts mehr daran ändern. Gerade ich als Berufsoptimist, anders würde ich viele andere Dinge, vor allem in letzter Zeit gar nicht ertragen,  MUSS EINFACH, selbst in so einer bescheidenen Ausgangssituation, davon ausgehen, dass der werte Herr Trump alles in seiner Macht Stehende tun wird, um America great again zu machen. Ob das reichen wird, das wird sich zeigen. Ich befürchte natürlich, wie viele andere auch, dass das nicht sehr viel sein wird, was er da positiv mit einbringen können wird. Wobei, bei zwei Dingen bin ich mir eigentlich relativ sicher, die wird er erreichen. Erstens, die Separation und damit verbundene Kluft in der ohnehin schon sehr donaldianten (neue Wortschöpfung meinerseits) Welt, wird immer mehr zunehmen. Damit verbunden immer mehr Fremdenhass, Ausschreitungen, Rassen- und Klassenkämpfe und andere Widerlichkeiten. Und, rein evolutionär wird er uns um (Licht)Jahre zurückwerfen. Das Bild der Frau, als Heimchen am Herd wird wieder präsenter und stark dem der 50er Jahre ähneln , Einwanderer werden „nur noch“ als billige Arbeitskräfte verstanden, Dummköpfe bekommen immer mehr zu sagen, die Waffenlobby wird extrem gestärkt werden und die ohnehin schon immer Mächtigen werden noch mächtiger und reicher. Dies hat zwangsläufig zur Folge, dass die Mittelschicht noch härter kämpfen muss oder/und die sozial Schwächeren auf der Strecke bleiben, sehr bitter. Zugegeben, das sind natürlich alles platte Stereotype, aber mit denen kennt sich unser ehemaliger Hotelboy ja bestens aus, daher dachte ich mir, ich dürfte mich dieser auch mal bedienen, wir bleiben im Hotel-Chargon.

 

 

Generell lässt sich festhalten, es wurde viel zu viel geredet. Und auch wenn ich sehr skeptisch bin bzgl. der jetzt darauf folgenden Taten, bitte ich eben um jene. Die Hoffnung, die ganz bestimmt für viele der Grund war pro Trump zu wählen, ist dann doch, so vermute ich zumindest, dass sich jetzt ENDLICH was verändert. Ob das jedoch so umgesetzt wird, wie es sich viele so sehr wünschen, das wird sich erst noch zeigen. Trump ist, zumindest in meinen subjektiv gefärbten und nach wie vor von Tränen getränkten Augen, sicherlich ein potentieller Anwärter als weiterer geisteskranker und unerträglicher Diktator. Man kann nur hoffen, dass es nicht zur „neuen“ Mode wird immer mehr Propaganda ohne Inhalte zu verbreiten, nur um so viele Lemminge wie möglich hinter sich zu wissen, die sich für sich selbst oder/und die eigene Sache instrumentalisieren lassen, ohne die Risiken und Konsequenzen zu hinterfragen. Doch der Trend scheint genau in diese Richtung zu gehen. Dass diese Machtergreifung(en) ohne Rücksicht auf Verluste stattfindet und mittlerweile auch in unserem Land Einzug hält, das muss ich hoffentlich nicht noch einmal besonders zu betonen. Nächstes Jahr sind wir dann dran, können es dann besser machen und ein deutliches Zeichen im Namen der Menschlichkeit, Globalisierung, Umwelt und Nächstenliebe setzen. Welche Rolle in diesem Wahlkampf die AfD spielt und was wir dann hier gegen das „dumme Volk“ ausrichten können, das bleibt abzuwarten und beängstigt mich ebenfalls sehr. Ich kann, will und werde jedoch sicherlich nicht mit beängstigenden Worte enden und bin großer Fan von eindeutigen und prägnanten Aussagen, die schon damals deren absolute Berechtigung hatten, und daher zwei Schlachtrufe, die für euch alle da draußen gelten. Da mir diese wichtiger als je zuvor erscheinen:

 

 

MAKE LOVE not war!!! und SCHALTET EUREN KOPF EIN, ES IST NIE ZU SPÄT…over and out, I don’t hope 4 the next 4 years. cheers :love:

 

 

:love: eure holzma.de

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Tragisches Dreieck…

tragischesdreieckSo, das hier ist der Versuch das gestern Erlebte in Worte zu fassen und ggf. damit auch zu verarbeiten. Aus gegebenem Anlass, habe ich mich dazu entschlossen diesen weiteren Höhepunkt meiner madigen Chronik aus Sicht eines Vierjährigen zu schildern. Denn erstaunlicher Weise haben wir, wie viele andere auch, keine Karten für das Spiel KSC vs. VfB ergattern können, aber die Bitte des vierjährigen Sohnes eines sehr guten Freundes, die wurde hingegen erhört. Da ein Vierjähriger jedoch bei dieser Veranstaltung eigentlich sehr fehl am Platz gewesen wäre, sind sein Papa und ich für ihn eingesprungen. :haha:  

 

 

Ich war ja etwas verwundert als ich am Samstag in der Frühe so viele Anhänger des Vauuuuefffbähhh Schdudgard PÜNKTLICH zur Abreise mit dem Sonderzug am Hauptbahnhof angetroffen habe, denn es war nicht nur Sonntag, sondern auch Zeitverschiebung in der Nacht und da bedarf es einer gewissen Grundintelligenz. Und im Gegensatz zu Papa rochen viele von denen auch so komisch. Die meisten von denen hatten ganz komische Papphandtaschen mit sechs Flaschen dabei. Und in immer knapperen Zeitabständen haben die sich daran bedient, einige von den Flaschen aufgemacht und sind dadurch lustiger, lauter und zugleich agressiver geworden. Und sie sind auch so komisch gelaufen, im Zug teilweise sogar mehrfach gegen geschlossene Türen geknallt. :ohoh: Ein paar von denen haben sich, trotz des Verbots, dazu entschieden im Zug gerollte Glimmstängel anzuzünden. Darüber war ich wirklich froh, denn die Luft im Zugabteil, das mittlerweile schon nach Bier gerochen hat, war wirklich viel zu frisch und so hat das auch immer so schön in den Augen gebrannt. Gott sei Dank haben die ganzen Männer, ein paar wenige Frauen waren auch dabei, während dem gesamten Ausflug mitgedacht, nicht auszudenken wohin das sonst geführt hätte…

 

 

Nach einer knappen Stunde und drei unvorhersehbaren Stopps, sind wir dann endlich im „Ausland, in dem die Menschen gelbe Füße haben“, wie Papa immer sagt, angekommen, dachte ich zumindest. Mein Nachbar war so nett und hat mir das Schild vorgelesen, weil ich ja noch nicht lesen kann „Zuffenhausen“, aber das hat mich gewundert, nicht nur weil wir schon vorher zweimal ohne ersichtlichen Grund gehalten hatten. Denn eigentlich sollten wir ja bis „Karlsruhe Durlach“ fahren. Und auch wenn ich noch nicht lesen kann, dann war mir klar, dass wir noch nicht angekommen sein können, denn „Karlsruhe Durlach“ sind ja zwei Wörter und „Zuffenhausen“ nur eins. :oh: Es muss aber noch ein paar weitere Nicht-der-Sprache-Mächtige in dem Zug gegeben haben, denn auch die Menschen im eigenen Verkehrsverbundnetz, ganz schön schwieriges Wort für einen Vierjährigen, wurden konsequent beleidigt und durften sich die brandneuen Fangesänge von „uno, due, trés…scheiße KSC“, „Karlsruh‘, Karlsruh’…wir scheißen euch zu“ oder aber auch „Hurra, hurra…die Schwaben die sind da“ anhören. ;) Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar wie das sowohl intelektuell als kreativ übertroffen werden sollte, aber da waren wir ja auch noch nicht in den Badner Gefilden angekommen. Ich bin mir nicht ganz sicher und habe auch noch nicht alles verstanden, aber ich glaube, dass Mami das nicht so gut gefunden hätte, was die ganzen Männer beim Eintreffen da geschrien haben „Karlsruher Frauen, ficken und verhauen“ :uih: Ein konstruktiver Ansatz, mit dem sich arbeiten lässt, meinte Papa, der etwas in Erklärungsnot geriet, als er mir die Handlungen der mittlweile stark alkoholisierten Halbstarken näher bringen sollte. :suspect:  

 

 

Manche Dinge muss man, wohl auch als Vierjähriger, der sich auf ein spannendes Lokalderby freut, einfach hinnehmen. So auch die Tatsache, dass sich die Fans inmitten des beachtlichen Polizeiaufgebots und direkt neben dem Zug selbst mit Bengalos eingenebelt haben, während wir auf den Shuttle-Bus warteten, der uns sicher zum Wildparkstadion in Karlsruhe bringen sollte. Als wir es endlich in einen der zahlreichen Busse geschafft haben, der uns trotz Fan-Gepolter, wenigen zerbrochenen Scheiben und teilweise auftretendem unangebrachtem Verhaltens, sicher zum Ziel gebracht hat, da wurden wir auch schon sehr freundlich von den Einheimischen begrüßt. Uns wurde immer wieder mit dem mittleren Finger zugewunken, das macht der Kevin im Kindi auch immer und Papa hat gesagt, dass das eine sehr feine Geste sei. Selbst Familienvätern, die gerade den Kinderwagen geschoben haben, hießen uns auf diese Art und Weise willkommen. Und je näher wir ans Stadion rangekommen sind, desto mehr freundliche Gesten durften wir begutachten, manchmal sogar nicht nur Finger, sondern auch mal mit Schlägen an die Scheibe. Einige Männer, die auch schon bei der Zugfahrt mit dabei waren, wollten unbedingt mit den Personen draußen Fangen spielen, aber weder der Busfahrer noch die Polizei draußen wollten die Tür aufmachen, vermutlich war es besser so…

 

Dann sind wir endlich am Gästeblock angekommen, der Einlass gestaltet sich jedoch als äußerst schwierig. Da ich noch recht klein bin, aber viel größer als z.B. Kevin, war Papa so nett und hat mich auf seine Schultern genommen. :afraid: Das war prima, denn von dort oben konnte ich alles sehen. Bei 3.000 Stuttgart-Fans waren gerade einmal fünf Tore offen, hinter denen jeweils zwei Ordner die ganzen Menschen kontrolliert haben, das waren deutlich zu wenig, das hab‘ selbst ich mit meinen vier Jahren sofort verstanden. :oh: Papa meinte auch, dass das für ein Zweitliga-Spiel viel zu wenig Ordner und viel zu viel Chaos gewesen ist, das sollten diese ollen Karlsruher unbedingt nochmal üben. Nuja, schlussendlich sind wir dann doch noch reingekommen und waren pünktlich zum Spiel da. Auch drin im Stadion wurden wir immer wieder freundlich mit dem Mittelfinger begrüßt. ;) Das Spiel an sich ist super gelaufen, ein paar Dinge hätte unser Team sicherlich besser machen können, aber letztendlich haben wir gewonnen und in der Halbzeit haben unsere eigenen Fans sogar eine bunte Lichtershow abgefeuert, das war zwar sehr nebelig und dadurch sind auch die Ordner irgendwie ganz hektisch geworden, aber es war absolut friedlich und es hat sich auch niemand verletzt, war ja in der Pause. Was ich allerdings gar nicht verstanden habe, das waren die komplette musikalische Untermalung, die mich sehr an die Faschingsveranstaltung letztens bei uns im Kindi erinnert hat, das hat doch mit Fußball nichts zu tun, was denken sich denn diese Badener dabei?!

 

 

Nach dem Spiel hieß es wieder warten, die ganzen Menschen mussten ja auch irgendwie wieder zurück. Ich hab‘ mich schon gefreut wieder mit dem Bus und später dem Zug zu fahren, weil das darf ich nicht so oft machen. Doch bis wir wieder zum Bahnhof kommen sollten, das sollte wohl noch einige Zeit dauern. Das Warten im separaten Bereich war nicht so schlimm, genervt hat eher die ständige Durchsage, dass sich die Abfahrt noch um ca. eine halbe Stunde verzögern würde. Dabei hat der Mann extra VERSUCHT ganz gestochen Hochdeutsch zu sprechen, aber das klang doof, fast so wie wenn die Tante Uschi, die letztes Jahr ne feste Zahnspange bekommen hat, versucht einen Zungenbrecher zum Besten zu geben. Nach einer Weile haben wir es dann endlich durch das Nadelöhr am Tor geschafft, aber die Abfertigung gleichte einem schlecht organisierten Viehtransport. Zum Bahnhof zurück war die Fahrt komischer Weise viel länger, unterwegs gab es sogar Menschen, die ohne Grund ihren rechten Arm schräg in die Höhe streckten und Papa musste einmal ganz doll lachen, als einer der Fans zu einem randalierten KSC-Fan sagte, dieser hätte einen kreisrunden Stammbaum, das habe ich nicht verstanden. Aber das wir, trotz der Heimniederlage und damit des Stuttgarter Derbysiegs, von links und rechts mit fliegenden Mittelfingern verabschiedet wurden hat mich sehr gefreut und spricht dann doch für die Freundlichkeit der Karlsruher, sehr gute Verlierer.

 

 

Um sechs waren wir dann endlich wieder daheim und da war ich wirklich froh, denn der Tag war echt anstrengend und weil meine Mannschaft gewonnen hat, habe ich auch davon geträumt wie Fritzle, mein Lieblingsspieler Fischkreutz und ich von lauter KSC-Fans mit sechs Fingern am Rand winkend begrüßt wurde, das war lustig. Da hab‘ ich nach den Ferien eine Menge im Kindi zu erzählen, tschüß.

 

 

:love: eure holzma.de

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Parkraummanagement…

aushalten…wird im Westen der Landeshauptstadt sehr groß geschrieben. Aber wer das übersteht, den wirft so schnell nichts aus der Bahn, könnte man meinen. Welche idiotische Formulierung, zumindest momentan im Kessel und Umgebung äußerst unpassend. Nahezu alles wirft einen hier (gerade) aus der Bahn, die erneute Preiserhöhungen, die zahlreichen Baustellen, die damit umittelbar in Verbindung stehenden Fahrplanverzögerung, durchgedrehte Horrorclowns, erneut zunehmende rechtsradikale Handlungen in Hülle und Fülle, die komplette Resignation der Menschheit, die potentielle Trennung von Pietro und Sarah Lombardi, der momentane lächerliche aber zugleich mehr als beängstigende stattfindende Wahlkampf, der politische arrogante Umgang mit zahlreichen lebenswichtigen Themen auf unsere und Mutter Naturs Kosten, die Auswahl des Wunschereben für die Schulden bei Schwiegertochter Gesucht, ständig schlechter werdende journalistische Leistungen inkl. dem zugehörigen Fernsehprogramm, Bandauflösungen nach 784 Konzerten, die aktuelle Situation in der Fußball-Bundesliga und der damit verbundene letzte Tabellenplatz von St. Pauli, einfach alles :uih:

 

 

Doch es hilft ja nix, irgendwie will ich schließlich ins Stadion kommen, um als ein elfter Mann von 55.100 Stadionbesuchern hinter dem roten Brustring und vor dem mit viel zu viel Bier gefüllten Bauchring zu stehen, also halte ich auch in der Bahn aus. Da nehm‘ ich sogar 45 verf***te Minuten Fahrzeit vom Stuttgarter Westen zum Stadion in Kauf bzw. es fehlt mir schlichtweg an Alternativen. Diese Tatsache nimmt sich die empathische Bahn natürlich zu Herzen und befördert mich als Ausgleich sicher von A nach B, ganz egal ob diese, leider nach wie vor sehr unberechenbare, Mannschaft gewinnt oder verliert, vielen Dank dafür, wenigstens darauf ist Verlass. :haha:

 

 

So hoffentlich auch am kommenden So, an dem es nach, sehr vielen Jahren VfWB-ildparkstadion-Abstinenz, endlich mal wieder ins restlos ausverkaufte und völlig am Rad drehende Karlsruh‘ geht, in dem extra weitere 200 Interimszellen für die fußballaffinen Krawall-Wutbürger errichtet wurden, das macht Mut. :ohoh:   Also auch hier gilt wieder, AUSHALTEN, wird schon alles werden, lass ich mir halt getrost von ein paar wenigen, aber nicht minder aggressiven und geistig völlig minderbemittelten badener Vollpfosten aufs Maul hauen und entscheide mich dagegen mein Fan-Dasein mit Hilfe von Trikots oder/und Schals zu bekunden, weil es mir die Polizei im Vorfeld so rät, um nicht aufzufallen, mag man sich denken. Ich sag‘ euch was, am Arsch, ich hab‘ die Schnauze gestrichen voll vom Aushalten. Was hat das denn bitte noch mit Fußball zu tun, ihr Spackos?! Ich liebe Stuttgart, bin hier geboren, zur Schule gegangen, aufgewachsen und lebe jetzt wieder und SEHR GERNE hier, damit liegt es auch nahe den dementsprechenden Fußballverein zu unterstützen. Und warum sollte ich mich bitte dafür schämen oder gar verstecken? Ich bin ganz und gar nicht auf Krawall aus und werde auch versuchen die aufgehängten Hassplakate in KA „Schwaben jagen, Schwaben töten“ etc. zu verdrängen, aber wie weit ist das alles nur gekommen??? Ich habe überhaupt nichts gegen ein emotionales Lokalderby und setz‘ mich gern mit Karlsruhern und einem gepflegten Bier an die Bar, um z.B. ein paar hitzige Schiedsrichter-Entscheidungen zu diskutieren, aber was soll das denn bitte?

 

 

Um das gleich vorweg zu nehmen, mir ist durchaus bewusst, dass es auch auf der VfB-Seite unzählige Volltrottel gibt, denen ich gern gleichermaßen wenigstens Bauernschläue beibringen/lehren würde, weil sie mit einer ebenso aggressiven Grundeinstellung an die Sache rangehen, deren Emotionen nicht im Griff haben und bei der ganzen Geschichte noch unnötig Öl ins Feuer gießen, aber das macht die Sache nicht wirklich besser, ganz im Gegenteil. :( Gerade in der heutigen Zeit heißt es doch gegenteilige Zeichen zu setzen, gemeinsam für den Frieden einzustehen, sich für die gute Sache stark zu machen, gegen Rechts aufzustehen und sich zu wehren, fair und respektvoll miteinander umzugehen und seine Prioritäten neu zu ordnen. Grund zur Verbitterung haben wir sicherlich ALLE mehr als genug, aber dadurch wird doch nur noch mehr Gewalt geschürt und verherrlicht, das ist exakt der Weg in die falsche Richtung, diese Ausfahrt sollten wir stattdessen in der Tat freihalten, in diesem Sinne! :puh:

 

:love: eure holzma.de

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